Industrie 4.0 – brauchen wir das wirklich?

Die gute Nachricht ist sicherlich, dass der Begriff Industrie 4.0 inzwischen in den meisten Unternehmen angekommen ist. Leider habt aber nur ein kleiner Anteil nach eigenen Angaben ein klares Verständnis davon was es ist und wie sie es Nutzen stiftend einsetzen. Dies gilt vor allem für den Mittelstand.

Sie kennen ihn sicher alle den Spruch: Wo ein Wille ist, ist auch Weg! Aber in dem Fall ist das etwas anders. Der Wille ist sicherlich da, aber es fällt den Unternehmen bzw. den Entscheidern schwer zu definieren was Sie tun müssen. Insbesondere wie sie daraus unternehmerischen Nutzen generieren, der sich in der Bilanz und GuV niederschlägt.

Industrie 4.0 bietet viele Chancen

Vielleicht liegt es am Begriff und seiner Definition: Industrie 4.0 klingt nach Produktionskontext. Dies ist aber lediglich ein kleiner Teil des Themas. Im Grunde ist es zwingend notwendig die gesamte Wertschöpfungskette zu betrachten. Das beginnt beim Einkauf, über die Produktion bis hin zu Marketing & Vertrieb – und nicht zu vergessen die unterstützenden Prozesse wie Buchhaltung etc. Es startet also am Anfang des Prozess – beim Kunden und es endet auch dort mit der Lieferung der Waren. Damit sind sowohl die Online-Sichtbarkeit als auch die elektronische Abwicklung der Prozesse relevant. Das was “Neu-Deutsch” Customer Journey heißt. Das eröffnet an vielen Stellen neue Wege – in der Kommunikation mit dem Kunden. Einmal etabliert eröffnen solche Kanäle auch neue Potentiale zum Beispiel im Ausland.

Warten ist keine Lösung

Es hat aber nicht nur Vorteile für das einzelne Unternehmen. Diese neue Kanäle nutzen auch andere Unternehmen und das führt zu einer bisher nicht dagewesen Dynamisierung der Wirtschaft und des Handels und damit neuen Playern auf dem eigenen Markt. Erfolgreiche Umsetzung von Industrie 4.0 verlangt nach einer digitalen Integration der Kunden und Lieferanten. Dies verunsichert viele Unternehmen und wird als Risiko anstatt als Chance gesehen. Die daraus resultierende Wartestellung der Unternehmen ist nicht gut. Die Digitalisierung wird kommen, und wenn ein Unternehmen sich nicht daran beteiligt, dann wird ein anderes schneller sein.

Operative Hektik ist aber auch keine Lösung. Vielmehr sollte das Unternehmen ein klaren Fahrplan haben, denn eines ist klar: alles auf einmal geht nicht. Vielmehr sollte man sich klare Meilensteine setzen, die Umsetzung realisieren und die Ergebnisse messen. Aus den gewonnen Erkenntnissen lassen sich Verbesserungen für Folgeprojekte ableiten.  Wichtig ist: das Projekt ist nicht fertig wenn die digitale Lösung verfügbar  ist – das Projekt ist fertig wenn wir die Ergebnisse sehen, in Form von messbaren Fakten!

Viel Erfolg!!!

 

 

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