Mit Growth Hacking zum Unternehmenswachstum

Wie funktioniert Growth Hacking?

Das Problem für die Betreiber einer Website oder eines E-Commerce Shops bleibt immer das Gleiche- alle möchten möglichst viele Besucher und Kunden erreichen und schließlich zum Kauf bewegen. Growth Hacking könnte bei diesem Vorhaben helfen!

Dabei sind Digitale Marketing Maßnahmen jedoch zwingend notwendig, um den Erfolg einer Website oder eines E-Commerce zu erreichen. Das liegt vor allem daran:

  • Medien werden heute vor allem über das Internet und nicht mehr über das Fernsehen konsumiert
  • Klassische Werbung wird von Menschen abgelehnt mit zum Beispiel Ad-Blockern, heute gibt es neue Methoden, um vor allem Online Marketing zu betreiben
  • Die neue Art von Werbung muss keinem großen Budget unterliegen, Bilder und Videos zum Beispiel können teils selbst mit dem Foto gemacht, bearbeitet und veröffentlicht werden

Für was steht Growth Hacking?

Unternehmen möchten wachsen und das in der Regel so schnell wie möglich. Sei es ein Startup, der mittelständische Betrieb oder der globale Konzern alle möchten wachsen. Dabei ist nicht genau definiert was Wachstum eigentlich bedeutet:

Wichtig für das Growth Hacking ist jedoch, ein vorher definiertes Ziel, auf das man gemeinsam drauf hinarbeitet

Definition

Growth Hacking geht vor allem darum, mit Hilfe von Marketingtricks den Vertrieb so viel es geht anzukurbeln. Ziel ist dabei die Anforderungen der Kunden so gut wie möglich zu erfüllen. Growth Hacking ist dabei ein Prozess des kontinuierlichen Lernens und Optimieren.

Ist Growth Hacking besseres Marketing?

Wenn Sie die Chance hatten mal eine Marketing Vorlesung besuchen zu dürfen, kennen Sie sicher das 4P Konzept:

  • Product
  • Price
  • Place und
  • Promotion
Marketing Mix 4 P's
Marketing Mix 4 P’s

Dieses Konzept wurde bereits 1960 von dem amerikanischen Marketingprofessor Edmund Jerome McCarthy entwickelt. Und es beschreibt Marketing als deutlich umfangreichere Aufgabe. Diese Definition des Marketings entspricht an vielen Stellen auch dem Growth Hacking.

Denn auch die datengestützte Analyse und Entwicklung der Ideen ist nicht neu. Marktforschung gibt es schon über Jahrzehnte. Unter dem Begriff des Growth Hackings bekommt es aber eine andere Priorität und ist die Basis aller Entscheidungen.

Wie funktioniert der Einsatz im B2B Umfeld?

Es macht keinen Unterschied, ob der Kunde im B2C Segment aktiv ist oder im B2B Segment.

Denn heutzutage überlappen die privaten und beruflichen Welten sich immer öfter. Derselbe Mensch der morgens beruflich nach bestimmten Dingen im Internet recherchiert, sitzt abends auf dem Sofa und ist wieder im Internet unterwegs. Teils recherchiert er sogar von seinem Dienstlaptop oder sucht auf der Arbeit nach privaten Themen.

Sicherlich funktionieren häufig nicht dieselben Hacks im B2B Umfeld wie im B2C Umfeld, aber für beide Anwendungsgebiete lassen sich Ideen finden und testen.

Ist Growth Hacking billiger als herkömmliches Marketing?

Ja und Nein – sicherlich benötigen Sie für das Growth Hacking auch Experten oder zusätzliche Tools oder Software. Aber Growth Hacking basiert auf einem sehr agilen Prozess. So dass Sie schnell lernen was gut funktioniert und was nicht!

Diese Arbeitsweise macht das Growth Hacking sehr effizient und effektiv. Was wiederum dazu führt, dass man Geld sparen könnte:

  • Da keine unnötigen Kampagnen bezahlt werden
  • Keine falschen Zielgruppen lange adressiert werden
  • Nicht funktionierende Kampagnen schnell wieder beendet werden

Daher wird sichergestellt, dass das Geld immer zielgerichtet eingesetzt wird.

Berühmte Beispiele

  • Instagram

Als es 2012 von Facebook gekauft wurde (für 1 Milliarde) hatte es 12 Mitarbeiter und 30 Mio. User. Bereits wenige Monate später hatte es 100 Mio. User und in 2016 dann bereits 500 Mio.

Das Geheimnis hinter diesem Erfolg war die Ausrichtung an Kundenbedürfnisse. War das Tool doch zunächst ein standortbasierter Empfehlungsdienst. Eine Reihe von Tests bei den Anwendern hat ergeben, dass das Foto-Sharing das zielführende Feature ist. Dieser Richtungswechsel bescherte das unglaubliche Wachstum.

  • Facebook

Facebook war zunächst nur für Harvard-Studenten zugänglich. Diese Exklusivität führte schnell zu einer kritischen Masse. Ähnliche Exklusivitätsmodelle verwenden Unternehmen wie „Best Secret“ oder „Buy VIP“.

  • Youtube

Hier war die ursprüngliche Idee ein Dating Portal zu entwickeln. Nachdem sich Anfangs nur wenige Anwender registriert haben suchte das Team nach Möglichkeiten das Portal bekannt zu machen. Anstatt Geld für Marketingkampagnen auszugeben, kamen sie auf die Idee mit Hilfe des „embed Code“ Videos in anderen Seiten (wie z.B. MySpace) zu integrieren.

Diese Idee half, dass das Portal sich rasant schnell entwickelte.

  • AirBnB

Eine Maßnahme mit der AirBnB seine Popularität zu verdanken hat, war die Möglichkeit ein AirBnB Posting direkt auf Craiglist zu veröffentlichen. Um das zu erreichen musste AirBnB einen technischen Hack umsetzen, der sich ein wenig in der Grauzone der Legalität bewegte.

  • DropBox

Zunächst versucht Dropbox -wie so viele Startups – über bezahlte Ads bekannt zu werden. Dann stellte man aber fest, dass der verfügbare Speicherplatz aber für viele Anwender ein limitierender Faktor war. Man entschloss sich diese Erkenntnis für beide Parteien (die User und das Unternehmen) zum Vorteil einzusetzen und entwickelte die Idee der Empfehlung von neuen Kunden via Emails. Mit jeder erfolgreichen Empfehlung bekommt der Anwender mehr Speicherplatz.

  • Urlaubsguru

Entstanden aus der Idee ein Portal für Reiseschnäppchen zu etablieren, wurde primär auf Grund eines sehr aktiven Community Managements ein Unternehmen mit über 120 Mitarbeitern aufgebaut.

Die Bestandteile des Growth Hacking

Zu wachsen ist ein kontinuierlicher Weg und kein einmaliges Ziel

Dabei kommt es häufig aus zwei Gründen auf die Geschwindigkeit an:

  1. Je häufiger man Ideen entwickelt und diese testet, je größer ist die Chance, dass man neue „Hacks“ findet die funktionieren
  2. Oft sind die „Hacks“ nur eine bestimmte Zeit gültig: Eine Änderung an der Plattform oder eine Idee des Wettbewerbs können den bestehenden Vorteil bereits zerstören

Fünf Elemente als Teil des Growth Hackings:

  • Das Growth Mindest

Der Begriff wurde maßgeblich geprägt von Carol S. Dweck und Ihrem Buch „The Growth Mindset“. Sie beschreibt in ihrem Buch zwei verschiedene Typen von Menschen. Während die Menschen mit dem „Fixed Mindset“ glauben, dass die Dinge in Stein gemeißelt sind und sich nicht ändern lassen. Wohingegen für die Menschen mit „Growth Mindest“ nichts feststeht, sondern sich alles irgendwie ändern lässt. 

Growth Hacking startet im Kopf mit dem Anspruch Dinge verändern zu wollen. Dabei ist es ok Fehler zu machen – dies sind Erkenntnisse, wie es nicht geht. Damit kommt man wieder näher an die eigentliche Lösung. Oder um es mit Thomas A. Edison zu sagen: „Ich bin nicht gescheitert. Ich kenne jetzt 1.000 Wege, wie man keine Glühbirne baut.“

Manchmal führen auch Fehler zu großen Durchbrüchen: Ich erinnere nur daran, dass Alexander Flemming 1928 das Penicilin entdeckte, weil er ein mit Bakterien beschmutztes Schälchen nicht richtig sauber gemacht hat.

Neben der Bereitschaft immer wieder neue Ideen auszuarbeiten und zu testen gehört, zum Growth Mindset aber auch eine pragmatische und dreiste Sturheit: Nicht aufzugeben, bis man sein Ziel erreicht hat.

  • ZDF – Zahlen, Daten, Fakten

Es ist ein Segen und ein Fluch von digitalen Geschäftsmodellen zu gleich, dass man alles messen kann.

Die Möglichkeiten, die man heute in digitalen Kanälen hat, erlauben Erkenntnisse über Produkte und Kunden zu erlangen. Auf deren Basis man Entscheidungen treffen, Veränderungen durchführen und neue Ideen generieren kann.

Die Tools für diese Messungen sind meistens bereits da – es geht darum sie zu machen, auszuwerten und die Erkenntnisse zu nutzen.

  • Test & Optimierung

Mit Hilfe von immer neueren Tests, den daraus resultierenden Ergebnissen und der Ableitung von Optimierungen ist es möglich die User Experience kontinuierlich zu verbessern. Die grundlegende Basis, um Interessenten an dem Produkt zu loyalen Kunden werden zu lassen.

Was man testet? Wie man es misst? Und wie man dann die Ableitung trifft, dass hängt vom zu erreichenden Ziel und damit von der entsprechenden Kennzahl ab diese zu optimieren gilt.

  • Die unterschiedlichen Kanäle

Es gibt heute unzählige Kommunikationskanäle, die man im Growth Hacking verwenden kann. Des Weiteren ist es hilfreich auch neue Kanäle sehr schnell für sich zu gewinnen. Dann kann man sich und sein Unternehmen dort erfolgreich platzieren.

Auf der anderen Seite hat bei uns allen der Tag lediglich 24 Stunden – man muss sich also überlegen, auf welchem Kanal möchte und kann man aktiv sein. Hier gilt: sind sie dort aktiv wo Ihre Kunden sind.

Im Buch „Traction“ von Gabriel Weinberg & Justin Mares sind eine Reihe von möglichen Kategorien für Growth-Hacking-Maßnahmen gelistet:

Virale Marketing Search Engine Marketing (SEM) Offlinewerbung
Public Relations Search Engine Optimization (SEO) Content Marketing
Unkonventionelle PR / Guerilla Marketing Social Display Ads E-Mail Marketing
Engineering as Marketing Blogger Relations / Influencer Marketing Sales
Business Development Plattformen Affiliate Marketing
Messen und Offline Events Speaking Engagements Community Building
  • Kundenverständnis

Viele Unternehmen & Produkte scheitern daran, dass sie die Bedürfnisse der Kunden nicht erfüllen.
Im Growth Hacking ist es wichtig, dass man sich in die Lage des Kunden versetzt. Was möchte er, was braucht er und wann kauft er ein Produkt.
Wenn man sich sehr bewusst die Kundenbrille aufzieht, hat man eine gute Chance das Produkt so zu entwickeln, dass es für den Kunden einen Mehrwert schafft.

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